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Stechmücken: Exoten auf dem Vormarsch

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Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna) berichtet von neuen exotischen Stechmücken, die in Österreich nachweislich heimisch geworden sind. Eine aktuelle Studie der Wissenschaftler zeigt, dass auch Stechmücken aus Asien sich angesiedelt haben. Ersten Anzeichen zur Folge kommt in Österreich die asiatische Tigermücke sowie die japanische Buschmücke vor. Außerdem gelang es den Forschern zum ersten Mal auch, die koreanische Buschmücke nachzuweisen.

Dazu sagt der Studienerstautor Hans-Peter Führer vom Institut für Parasitologie der Vetmeduni Vienna: „Der Nachweis der asiatischen Tigermücke, der japanischen Buschmücke und der koreanischen Buschmücke ist für die Bevölkerung, für die öffentliche Gesundheit und für die relevanten Entscheidungsträger von großer Bedeutung. Vor allem die asiatischen Tigermücken können gefährliche Krankheitserreger wie Dengue, Chikungunya und Zika übertragen. Einheimische Stechmücken sind dazu nicht in der Lage. Außerdem haben die neuen Stechmückenarten einige weitere unangenehme Begleiterscheinungen, da sie sehr lästig sind, in großen Massen auftreten können und auch tagsüber stechen.“ Für Pferdehalter ist außerdem wichtig zu wissen, dass die asiatische Tigermücke das gefürchtete West-Nil-Virus übertragen kann.

So wird die Ausbreitung untersucht

Die Verbreitung der Stechmücken überwacht das Teams via Ovitraps. Auf diesen legen die Stechinsekten ihre Eier ab. Die Proben nahmen die Wissenschaftler an Autobahnen sowie in städtischen und ländlichen Gebieten. Es zeigte sich dabei, dass die Verbreitung der exotischen Stechmücken bereits recht hoch ist. An 18 von 67 Standorten fanden die Wissenschaftler Eier von nicht heimischen Stechmücken. Das entspricht 27 %.

Die Forscher fanden heraus, dass beispielsweise die asiatische Tigermücke in Österreich überwintern kann. Sie muss also nicht in jedem Jahr neu einreisen. Zur Verbreitung erklärt Hans-Peter Führer: „Gebietsfremde Mückenarten werden vorwiegend durch Gütertransfer eingeschleppt, sie können aber auch einfach mit dem Auto mitfahren. Daher sind Autobahnen die wichtigsten Eintrittspforten für invasive Mückenarten. Bereits in früheren Jahren wurde die asiatische Tigermücke entlang der Inntalautobahn gefunden. Neu sind aber wiederholte Nachweise im städtischen Gebiet, konkret in Innsbruck, Kufstein und Linz.“

Asiatische Tigermücke erkennen

Die asiatische Tigermücke ist recht klein und passt problemlos auf eine 1-Cent Münze. Ihr Rückenschild ist schwarz-weiß gestreift. Außerdem hat sie schwarz-weiß gestreifte Hinterbeine. Allerdings haben auch viele heimische Arten gestreifte Beine. Die App Mosquito Alert hilft, die gefürchtete Tigermücke zu identifizieren. Ein Foto der Stechmücke wird in die App hochgeladen. Daraufhin geben Experten innerhalb kurzer Zeit Rückmeldung, ob man eine Tigermücke gefangen

Quelle: Vetmeduni Vienna

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