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Reitbodenpflege: 6 Fragen an den Experten: Andreas Busch

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Warum ist Walze nicht gleich Walze? Wofür sind die unterschiedlichen Typen gedacht?

Das hängt vor allem davon ab, was auf dem Boden geritten wird. Wir benutzen die Krümmlerwalze auf Westernböden und in Dressur- und Schulbetrieben. Die Gitterwalze kommt immer dann zum Einsatz, wenn textile Zuschlagsstoffe im Boden sind. Die Gummiwalzen kommen hauptsächlich auf Spring- und Eventböden zum Einsatz und auf Ebbe- und Flut-Böden. Die Gummiwalze sorgt nicht nur für ein geschlossenes Schleppbild, sondern verbessert auf den Ebbe- und Flut-Böden auch die gleichmäßige Durchfeuchtung der Tretschicht.

Welche Anforderungen gelten für den Traktor bei der Reitplatzpflege?

Wichtig ist eine leichte, kompakte Bauweise. Große Traktoren sind auf dem Reitplatz viel zu unbeweglich und auch viel zu schwer. Durch zu große und zu schwere Traktoren wird der Boden noch mehr verdichtet, als durch das Reiten und dem muss man dann mit dem Planer entgegenarbeiten. Für die Reitbodenpflege reicht ein Traktor mit ca. 40 PS und 1200 kg Gewicht völlig aus. Es kommt dann darauf an, wofür der Traktor auf dem Betrieb noch eingesetzt werden soll. Sollen beispielsweise viele Quader und Großballen bewegt werden, empfehlen wir eine Leistung ab 50 PS. Aber mehr als 200 kg sollte auch ein leistungsstärkerer Traktor nicht auf die Waage bringen, sonst schadet es wieder dem Reitboden. Die typischen allradgetrieben Ackerschlepper sind für den Reitplatz nicht geeignet. Die sind dafür ausgelegt, ihre Leistung geradeaus auf den Boden zu bringen.

[Das Interview führte Guido Krisam]

Regeln zur Reitbodenpflege

  • Oben hui, unten pfui? Nur ab und zu die oberste Schicht glatt ziehen, reicht nicht. Die Pflege muss regelmäßig und korrekt erfolgen, sonst greift die Unebenheit auf die unteren Schichten über.
  • Gerade der Unterbau des Bodens dämpft das Pferdegewicht ab und sollte deshalb pfleglich behandelt werden.
  • Späne-Sand-Gemische  und Vliesböden brauchen andere Pflege und andere Geräte als reine Sandböden.
  • Wird beim Abziehen immer nur parallel zur Bande gefahren, entsteht irgendwann eine Wanne.
  • Nicht in der Mittagspause, sondern nachts beregnen – das spart Wasser und gibt dem Boden Zeit, gleichmäßig zu durchfeuchten.
  • Faustwert für die Beregnung von Reithallen: 0,5 mm Wasser pro m² und Minute.
  • Am Abäpfeln führt kein Weg vorbei, sonst verrottet das Bodenmaterial.
  • Entfernen von Laub und Unkraut auf dem Reitplatz
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