fbpx

Praxistest – Maschinen zum Mulchen und Säen

0

Knegt Schlegelmulcher KMV 145

Mulchen in beliebiger Lage ist das Motto des Schlegelmulchers KMV 145 von Knegt. Mit einer Arbeitsbreite von 145 cm eignet sich der kompakte Mulcher gut für kleinere Koppeln und kann dank Seitenverstellung auch unter dem Weidezaun zum Einsatz kommen. Die Seitenverstellung funktioniert bei diesem Modell über einen Schwenkarm, mit dem man den Mulcher relativ sanft in einem Bogen um einen Zaunpfahl herumbewegen kann. Für dieses Gerät muss die Zugmaschine eine Dreipunktaufnahme und zwei doppelt wirkende Hydraulikanschlüsse mitbringen – einen für die Seitenverstellung und einen, um die Neigung des Mulchers einzustellen.

Außerdem benötigt das Modell einen Zapfwellenanschluss, der mit 540 U/ min arbeitet. Um an Böschungen, Gräben und kleinen Hügeln optimal mulchen zu können, lässt sich der knapp 270 kg schwere KMV 145 von plus 90 bis minus 55 Grad schwenken. Der Mulcher ist mit einer Nachlaufwalze und mit seitlichen Gleitschienen ausgestattet. Außerdem verfügt er im Frontbereich über einen Lamellenschutz, der die Gefahr von herumfliegenden Teilen verringert. Angetrieben wird das Gerät über eine Zapfwelle, die ihre Kraft über einen Keilriemen auf die Welle mit den löffelförmigen Schlegeln überträgt.

Knegt Schlegelmulcher KMO 160 HD

Der niederländische Hersteller Knegt bietet mit dem KMO 160 HD einen Schlegelmulcher mit einem 700-Liter-Auffangbehälter an. Der Mulcher benötigt eine Dreipunktaufnahme am Schlepper sowie Anschlüsse für die hydraulische Klappe der Auffangbox. Außerdem erfordert das Modell einen Zapfwellenanschluss, der mit 540 U/min arbeitet.

Knegt Schlegelmulcher KMV 145 Foto: Pferdebetrieb

Knegt Schlegelmulcher KMV 145 Foto: Pferdebetrieb

Mit einer Arbeitsbreite von 155 cm ist der Mulcher kompakt genug, um auch auf kleinen Koppeln erfolgreich zum Einsatz zu kommen. Als Zugfahrzeug empfiehlt Knegt für den KMO 160 HD einen Traktor ab 30 PS mit passender Hydraulik und Zapfwellenanschluss; wir haben ihn mit Erfolg hinter einem 3038R von John Deere ausprobiert. Bei der Arbeit stützt sich der Mulcher unter anderem auf zwei Räder im Frontbereich, die ihm Halt geben und die auch auf unebenem Untergrund sicher mitlaufen. Ist der Auffangbehälter des Mulchers voll, kann er einfach ausgeleert werden. Dazu muss der Fahrer lediglich die hydraulische Klappe öffnen.

Saat

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Saatgut auf die Pferdeweide zu bringen. Neben Düngestreuern, die die Samen oberflächig verteilen, bieten sich die in der Regel etwas teureren Saatmaschinen an, die die Samen in den Boden einarbeiten. Das hat den Vorteil, dass weder der Wind das Saatgut verwehen noch Vögel die Samen auffressen können. Zwei Maschinen, die sich für diesen Arbeitsschritt eignen, sind die Durchsämaschine der Compact-Serie von Vredo und die Pneumaticstar-Pro von Einböck – beide mussten sich schon im Praxistest von Pferdebetrieb behaupten. Die Modelle der Compact- Serie haben Arbeitsbreiten von 1,0 bis 2,2 m und eignen sich somit besonders gut für kleinere Koppeln, während die Maschine von Einböck mit einer Arbeitsbreite von etwa 6 m nur auf großen Flächen zum Einsatz kommen kann.

Vredo Durchsämaschine

Der niederländische Hersteller Vredo bietet mit der Compact-Serie Sämaschinen an, die das Saatgut in der Erde ablegen, damit es nicht zu teurem Vogelfutter wird. Ein besonderer Vorteil der kompakten Maschinen: Sie benötigen kein großes Zugfahrzeug, ein Traktor ab 50 PS mit einer Dreipunktaufhängung reicht aus. Auch eine Zapfwelle oder Hydraulikanschlüsse werden nicht benötigt, die Säeinrichtung wird einfach durch ein Laufrad am Boden angetrieben. Um das Saatgut in den Boden einzubringen, verfügt die Sämaschine über eine Reihe mit paarweise in V-Form angebrachte Scheiben. Diese schlitzen die Grasnarbe im Abstand von 7,5 cm auf; in die entstandenen Rillen wird das Saatgut abgelegt.

V-förmige angebrachte Scheiben schlitzen die Grasnarbe auf. Sind die Samen eingebracht, verschließt eine nachlaufende Walze den Boden. Foto: Vredo

V-förmige angebrachte Scheiben schlitzen die Grasnarbe auf. Sind die
Samen eingebracht, verschließt eine nachlaufende Walze den Boden.
Foto: Vredo

Die Samenmenge kann dabei stufenlos bis aufs Gramm genau eingestellt werden. Durch eine nachlaufende Walze wird der Boden umgehend wieder verschlossen. Die Schlitztiefe im Boden lässt sich über die Höheneinstellung der nachlaufenden Walze variieren. Laut Vredo kann die bearbeitete Fläche sofort wieder betreten und gemäht werden, da die Grassamen perfekt umschlossen in dem kleinen Schnitt liegen. Bei unserem Praxistest war nach dem Säen auf der Fläche tatsächlich kein Saatgut mehr zu entdecken. Dank des nur minimalen Eingriffs in die Grasnarbe wird diese auch nicht schwerwiegend geschädigt. Vredo verspricht, dass mit der Maschine ausgebrachtes Saatgut zu über 90 Prozent auskeimt.

1 2 3 4

Comments are closed.



Scroll Up