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Praxistest – Maschinen zum Mulchen und Säen

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Bassler Mulch Mäxx BCH 220

Der Mulch Mäxx BCH 220 von Bassler lässt sich dank Seitenverstellung um 40 cm verschieben. Foto: Pferdebetrieb

Der Mulch Mäxx BCH 220 von Bassler lässt sich dank Seitenverstellung um 40 cm verschieben. Foto: Pferdebetrieb

Der Familienbetrieb aus Waldhausen stellt verschiedene Mulchgeräte her, so auch den Mulch Mäxx BCH 220, den wir bereits in einem Praxistest unter die Lupe genommen haben. Der Mulcher mit Dreipunktaufhängung und Zapfwellenanschluss lässt sich hydraulisch seitwärts verschieben. Soll die Seitenverstellung genutzt werden, benötigt das Gerät zusätzliche Hydraulikanschlüsse. Bei unserem Test haben wir den BCH 220 im Heckbetrieb genutzt, er lässt sich alternativ aber auch an der Front des Traktors führen, da er über zwei Zapfwellenanschlüsse und zwei Aufnahmen verfügt. Der Frontbetrieb hat den großen Vorteil, dass der Aufwuchs vor dem Mulchen nicht von den Rädern des Traktors platt gefahren wird. „Allerdings sind der Verschleiß und die Belastung eines Mulchers im Frontbetrieb etwas höher“, erklärt Bassler im Gespräch mit Pferdebetrieb.

Der Mulch Mäxx BCH 220 ist mit einer Arbeitsbreite von 220 cm durchaus für größere Flächen geeignet, das gut 540 kg schwere und 236 cm breite Modell lässt sich aber auch auf kleineren oder – wie in unserem Test – abgesteckten Koppeln noch gut einsetzen. Dank der Möglichkeit, das Gerät seitlich zu versetzen, ist es auch beim Einsatz eines größeren Zugfahrzeugs noch gut zu sehen. Dieses Ausstattungsmerkmal hat aber noch weitere Vorteile: Zum einen kann man den Mulcher so verschieben, dass man unter einer Zaunlitze arbeiten oder einen Seitenstreifen mulchen kann, zum anderen kann der Mulcher so leicht neben dem Traktor genutzt werden. Geführt wird der BCH 220 über eine 15 cm dicke Nachlaufwalze und über zwei Gleitkufen, die sich rechts beziehungsweise links am Mulcher befinden.

Die Zapfwellengeschwindigkeit sollte während des Betriebs bei 540 U/min liegen, damit die verbauten Hammerschlegel optimal arbeiten können. Entscheidend für ein gutes Ergebnis ist neben der Rotationsgeschwindigkeit der Welle mit den Hammerschlegeln auch das Fahrtempo, das etwa Schrittgeschwindigkeit entsprechen sollte, um schön klein geschlagenen Aufwuchs zu erhalten. Fährt man zu schnell, ist das Mulchgut sehr lang und benötigt entsprechend länger zum Verrotten beziehungsweise deckt das nachkommende Gras zu stark ab und behindert es beim Wachsen.

Dragone Serie AB

Dragone Serie AB

Dragone Serie AB Foto: Vogt

Das Sortiment an Mulchgeräten von Dragone umfasst neben den kompakten Modellen der Serie V, die es für den Front- und den Heckanbau mit Arbeitsbreiten von 1,2 bis 2,8 m gibt, auch die Modelle der Serie AB, die gleich einen Auffangbehälter mitbringen. Die Serie AB musste sich bereits in einem Praxistest von Pferdebetrieb behaupten und hinterließ hier einen guten Eindruck. Der Mulcher ist in Arbeitsbreiten von 1,30 bis 2,80 m verfügbar. Alle Antriebselemente erscheinen etwas überdimensioniert, sind aber auf lange Haltbarkeit ausgelegt. Die Schlegel hängen beispielsweise an 18 mm starken Bolzen und sind selbst auch sehr massiv gearbeitet. Damit zerkleinert das Gerät sogar noch Äste mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern. Der Mulcher verfügt über einen Spiral-Schlegelrotor mit durchgehender Rotorachse.

Durch die breiten und massiven Schlegel erzeugt er eine ausreichend starke Sogwirkung, dass nicht nur Gras, sondern auch Pferdeäpfel im Sammelbehälter landen. Der lässt sich hydraulisch öffnen, damit der Fahrer ihn entleeren kann, ohne vom Zugfahrzeug zu steigen. Wer das Mulchgut – beispielsweise bei der Weidepflege im Herbst – lieber auf den Flächen liegen lassen möchte, kann den Mulcher auch mit geöffnetem Behälter nutzen. Wir haben den Mulcher der Serie AB an einem John Deere 6330 ausprobiert, für den die 690 kg der leeren Maschine kein Problem waren. Abgesenkt stützt sich der Mulcher auf einer Walze am Heck des Geräts ab. Die Schnitthöhe kann dann über die Hydraulik des Traktors variiert werden. Der Oberlenker der Dreipunktaufhängung wird über ein Langloch mit dem Dragone verbunden. Dies bringt die nötige Flexibilität, um Bodenunebenheiten ausgleichen zu können und Schäden an der Grasnarbe zu vermeiden.

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