Praxistest: Hochgrasmäher und Kleintraktor von Iseki

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Foto: Kai Schwarz Traktor von Iseki im Test

Schon länger wollten wir in unserem Praxistest für Sie einen Traktor von Iseki unter die Lupe nehmen. Schließlich zählen die Japaner zu den Marktführern im Traktorensegment bis 50 PS und decken nach eigenen Angaben fast 28 Prozent des Marktvolumens ab. Und man sieht die blauen Traktoren ja auch wirklich auffallend oft bei der kommunalen Landschaftspflege, im Garten- und Landschaftsbau, aber auch in vielen Pferdebetrieben.

Endlich hat es geklappt. Wir konnten für die Ausgabe 6/2016 von Pferdebetrieb einen Iseki TH 4335 AL ausprobieren. 37 PS leistet der Dreizylindermotor des kompakten Traktors, der sich mit 3 m Länge, 1,13 m Breite (mit Ackerbereifung) und 2,4 m Höhe gut in engeren Heulagern oder Stallgassen rangieren lässt. Der Motor ist eines der Charakteristika von Iseki: Während viele Kompakttraktoren oder Hoflader von Zulieferaggregaten, beispielsweise von Yanmar, angetrieben werden, setzt Iseki seit 1980 eigene Dieselmotoren ein.

In Deutschland sind die Japaner seit 40 Jahren auf dem Markt und verfügen mit 300 Fachhändlern und einem zentralen Ersatzteillager mit mehr als 40.000 Positionen über ein dichtes Servicenetz. Eine weitere Eigenheit der blauen Traktoren sind die Anbaugeräte – die kommen nämlich in der Regel auch von Iseki und werden beispielsweise für den deutschen Markt in Meerbusch und Naunhof gefertigt. Für einen Pferdebetrieb bedeutet das, dass er ein komplettes System aus Traktor, Frontlader, Mähwerken und anderen Anbaugeräten bekommt, die in Sachen Leistung perfekt aufeinander abgestimmt sind. Andererseits heißt das aber auch, dass schon vorhandene Anbauwerkzeuge, beispielsweise mit Euroaufnahme, nicht verwendet werden können.

Etesia Attila 4×4 AV98X
Außerdem hat das Team von Pferdebetrieb den Hochgrasmäher Attila AV98 von Etesia in der Praxis getestet. Ein Gerät, dass sich dank der kompakten Abmessungen besonders für kleine Koppelabschnitte eignet. Der kleine Attila 4×4 AV98X von Etesia hat ein bisschen was von einem Spielzeug, als er an einem schönen Frühlingstag aus dem Transporter zum Testbetrieb rollt. Doch der erste Schein kann trügen. Der Attila ist ein richtiges Arbeitstier. Angetrieben wird der Aufsitzmäher von einem 21-PS-Motor, der sich bequem mit einem Elektrostarter zum Leben erwecken lässt. Bei einem Kaltstart muss man allerdings gefühlvoll mit dem Choke umgehen, damit das Triebwerk auch anspringt.

Das Mähwerk des Attila AV98X lässt sich auf eine Schnitthöhe zwischen 50 und 125 mm einstellen. Dazu muss lediglich ein Hebel bedient werden, der sich links neben dem Fahrer befindet. Das Mähwerk ist mit zwei Pendelklingen ausgestattet, die an beiden Seiten Schnittflächen haben. Somit lassen sich abgenutzte Klingen für die zügige Weiterarbeit einfach drehen. Sollte doch mal ein neuer Satz fällig sein, schlägt der mit rund 90 Euro brutto zu Buche. Der Attila kann im Mäheinsatz mit Vollgas gefahren werden: Selbst bei maximaler Geschwindigkeit von 10 km/h liefert er ein gutes Schnittbild ab. Dank seines tiefen Schwerpunkts macht der Attila auch in Hanglagen eine gute Figur und Böschungen lassen sich zufriedenstellend ausmähen.

Die ausführlichen Berichte der beiden Praxistests finden Sie in Pferdebetrieb 6/2016. Ein paar Fotos gibt es hier in unseren Bildergalerien.

Iseki TH 4335 AL
Ein Heckgewicht ist beim Iseki TH 4335 zu empfehlen. Foto: Kai Schwarz

Etesia Attila 4×4 AV98X

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