Entwurmen: Stimmen aus der Praxis

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Foto: Michael Brandel/HiM

Pferdebetrieb fragte Betriebsleiter nach ihrer Entwurmungspraxis.

Eckhard Strothmann vom Hof Strothmann, Westfalen

Foto: Guido Krisam Eckhard Strothmann vom Hof Strothmann, Westfalen

Wir entwurmen turnusmäßig. Im April Equimax auch gegen Bandwürmer, im August wechselnd und im Dezember Ivermectin gegen Dasselfliegen. Die Einsteller können zum festen Termin die Wurmkur auch selber verabreichen oder durch eine Kotprobe bei negativem Ergebnis aussetzen. Wir achten auf Einhaltung der vollen Dosis (Verluste beim Eingeben) und wegen der folgenden erhöhten Wurmeiausscheidung dürfen die Pferde zwei Tage nicht auf die Weide. Alternativ kann die Weide täglich sauber abgeäppelt werden. Neue Pferde sollten entweder noch im alten Betrieb entwurmt werden, wobei die letzte Wurmkur nicht länger als 14 Tage zurückliegen sollte.

Wenn wir selbst neue Pferde entwurmen, geben wir das Medikament vormittags, denn die Kur braucht circa 5 bis 6 Stunden, um zu wirken. Bei stark verwurmten Pferden kann es zu Komplikationen kommen, weshalb die Hauptwirkung nicht gerade nachts eintreten sollte. Bei sehr starker Verwurmung kann man auch in Absprache mit dem Tierarzt erst die halbe Dosis geben, um eine Kolikproblematik zu verringern. Die Kotproben müssten aus meiner Sicht über mehrere Tage von verschiedenen Haufen Proben genommen werden, denn die Würmer scheiden mal mehr, mal weniger Eier aus. Grundsätzlich gilt: Je gesünder die Pferde gehalten, versorgt und gearbeitet werden, umso besser werden sie mit latentem Wurmbefall fertig.

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