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Die Sachsen und ihre Pferde: Studie

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Ende 2019 veröffentlichte das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft die Studie „Die Sachsen und ihre Pferde“. Das Horse Future Panel hat die Studie durchgeführt und interessante Zahlen aufgedeckt.

Der Reitsport ist im Bundesland Sachsen recht weit verbreitet: 158.606 Sachsen reiten, das entspricht 10% der Bevölkerung. Allgemein haben die Sachsen eine positive Grundhaltung zu Pferden, so meinen 83%, dass Pferde auf der Weide die Landschaft bereichern. Außerdem sind 78% der Meinung, dass Pferde einen positiven Einfluss auf Menschen haben.

Herausgeber der Studie ist das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Das Horse Future Panel führte die Studie durch.

Pferdehaltung als ökonomischer Faktor

Die Gesamteinnahmen der Pferdehaltung beträgt laut Horse Future Panel 250 Millionen Euro. Davon kommt 39% aus der Pferdehaltung und 61% aus Handel, Industrie und Dienstleistung. Es gibt 11.000 Betriebe, darunter Gestüte, private Pferdehaltung, Vereine und Pensionspferdebetriebe. Ein Problem sei die zunehmende Flächenverknappung. Deshalb steigen die Preise für gutes Agrarland.

Frühere Studien legten außerdem nahe, dass fünf Pferde einen Arbeitsplatz ergäben. Demnach verdienen laut Horse Future Panel 6.500 Sachsen ihr Geld direkt oder indirekt mit der Pferdehaltung. Viele der Betriebe sind als klein- oder mittelständische Unternehmen zu betrachten. So erwirtschaften 50% einen Jahresumsatz von weniger als 100.000 Euro.

Pferdezucht in Sachsen

Die Pferdezucht nimmt in Sachsen ebenfalls einen bedeutenden Faktor ein. Die Sächsische Gestütsverwaltung gliedert sich in das Landesgestüt Moritzburg, das auch ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen darstellt, das Hauptgestüt Graditz und die Landesfachschule für Reiten und Fahren. Im Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen sind 3.056 Pferdezüchter aktiv. Davon betreiben 1.987 die Pferdezucht aktiv. Durchschnittlich hat ein Pferdezüchter 1,3 Zuchtstuten. Im Jahr 2018 wurden in Sachsen 1.717 Fohlen geboren.

Die Studie lieferte ein Beispiel für die Preisbildung im Pferdeverkauf. So betragen die Kosten für ein dreijähriges, angerittenes Pferd für Aufzucht und Zucht durchschnittlich 8.205 Euro. Pferdekäufer zahlten im Schnitt 7.100 Euro, wobei die Preisspanne von 400 Euro bis 200.000 Euro sehr weit ist. Die häufigste Zahlenspanne ist von 2.000 bis 5.000 Euro; 47% der verkauften Pferde waren in dieser Range angesiedelt.

Pferdehaltung

Auch bezüglich Haltung konnte das Horse Future Panel für Sachsen interessante Schlussfolgerungen ziehen. Sowohl Freizeitreiter als auch Turniersportler wünschen sich nach Ergebnissen der Studie eine intensivere Überprüfung der Pferdehaltung seitens Behörden. Haltungssysteme, die die natürlichen Verhaltensweisen des Pferdes stärker berücksichtigen, hätten sich in den letzten Jahren in Sachsen stark verbreitet.

Hier kann die Studie kostenfrei heruntergeladen werden. 

 

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