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Wolfsregulierung: AFN legt 10 Punkte-Programm vor

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Die Rückkehr des Wolfs weckt in der Gesellschaft gemischte Gefühle. Neben der Freude über diese Wiederansiedlung gesellen sich bei Weidetierhaltern und Jägern auch Bedenken. Zwar gehen Experten davon aus, dass Pferde eher selten Opfer von Wolfsangriffen werden. In diesem Jahr sowie im letzten Jahr sind in der Bundesrepublik Deutschland jedoch bereits bestätigte Fälle aufgetreten: zuletzt Ende Oktober im Falle eines Shetlandponys in Nordrhein-Westfalen. Deshalb gibt es Forderungen nach einer Wolfsregulierung.

10 Punkte-Programm zur Wolfsregulierung

Vom 11. bis 13. November findet die digitale Umweltministerkonferenz statt. Das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) fordert die Umweltminister anlässlich dazu zu einem aktiven Bestandsmanagement der Wölfe in Deutschland auf. Sie legen außerdem ein 10-Punkte-Programm vor, in dem sie z.B. fordern, dass über den Wolfsbestand umfassend berichtet wird. Der Wolfsbestand solle nicht kleingeredet werden. Dazu gehöre auch, dass die Zählweise transparent und nachvollziehbar sein sollte. Sie halten auch fest, dass der Erhaltungsbestand mit 1.800 Tiere in Deutschland erreicht sei.  Im Papier fordern die Beteiligten zudem, dass alle Bundesländer in Wolfsverordnungen die aktive Bestandsregulierung des Wolfes zulassen. Auf Bundes- und Landesebene soll der Wolf außerdem in das Jagdrecht aufgenommen werden. Ein weiterer Punkt der Liste sieht vor, dass alle Länder Präventionsmaßnahmen finanzieren und Wolfsrisse komplett entschädigen.

Bernhard Krüsken, Generalssekretär des Deutschen Bauernverbandes hält fest: „Mit mindestens 1800 Wölfen ist längst ein Erhaltungszustand erreicht, der es erlaubt, den Bestand zu begrenzen. Ohne eine Regulierung des Wolfsbestandes wird die Haltung von Weidetieren in der Fläche im Grundsatz in Frage gestellt. Herdenschutz hat Grenzen und ist nur ein Trostpflaster. Hinhalten, Vertrösten und kleinteilige Scheckbuchpolitik ist keine zukunftsfähige Strategie – damit lassen sich die Probleme der Weidetierhalter nicht lösen.“

Das Aktionsbündnis Natur Forum

Das Aktionsbündnis Natur Forum (AFN) istein Zusammenschluss verschiedener Akteure. Dazu gehören Bauern, Waldbesitzer, Gärtner, Grundbesitzer, Jagdgenossenschaften, Jäger, Pferdeleute und Fischer.

www.bauernverband.de

Redaktionstipp: zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen gehört ein Wolfsschutzzaun.

 

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