Vorteile von selbst hergestellten Pellets

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Martin Schmid, Betriebsleiter des Schlosshofs in Holzgerlingen, stellt Pellets mithilfe einer mobilen Pelletpressmaschine selbst her. Pferdebetrieb hat er verraten, warum er das tut und welche Vorteile sich für seinen Betrieb daraus ergeben.

Vorteile von selbst hergestellten Pellets:

■ Deutlich weniger Einstreu nötig

Ein Test des Betriebsleiters ergab, dass ein Pferd 3,6 t Stroh pro Jahr verbraucht, bei Pelleteinstreu jedoch nur 1,3 t. Dazu kommt die Zeit, die man sich spart, weil man weniger häufig einstreuen muss.

■ Mistvolumen wird reduziert

Auf dem Schlosshof fiel dank der Pellets 72 % weniger Mist an. Das kommt auch Betrieben mit wenig Lagerfläche entgegen.

■ Keine Rangprobleme durch Fressen der Einstreu in der Gruppenhaltung

Da die Pferde die Pellets nicht fressen, herrscht mehr Ruhe in Liegehallen von Offenställen.

■ Positive Auswirkungen auf Stallklima (geringere Schwebstaubkonzentration)

Dass Strohpellets sich positiv auf das Stallklima auswirken und zu geringere Schwebstaubkonzentration führen, hat eine Studie der Universität Göttingen ergeben.

■ Durch den guten Rotteprozess im Vergleich zu Strohmist besser als Dünger geeignet

Der Pelletmist ist im Rotteprozess schon weiter fortgeschritten und eignet sich nach Erfahrung von Martin Schmid besonders für die Grünlanddüngung ideal.

■ Keime und Samen von unerwünschten Pflanzen werden bei 80 °C unschädlich gemacht

Viele Pferdebetriebsleiter kämpfen mit Jakobskreuzkraut, Herbstzeitlose oder Bingelkraut auf ihren Wiesen und Feldern. Für Pferde sind sie giftig. Durch den Mistkreislauf geraten die Samen jedoch häufig wieder auf die Flächen und der Kampf beginnt von vorn. Da die Pellets während des Pressvorgangs jedoch auf 80°C erhitzt werden, sind Keime und Samen damit abgetötet.

■ Dem Betrieb werden keine unbekannten Substanzen zugeführt (Kreislaufwirtschaft)

Landwirte, die ihr Stroh für die Pellet-Produktion selbst herstellen, wissen um die Qualität ihres Produkts. Auch gegenüber Einstellern können sie bedenkenlos hinter ihrem Produkt stehen und wissen in der Kreislaufwirtschaft auch, welche Substanzen sie dem Betrieb mit dem Düngen wieder zuführen.

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