Studie: Dicke Drängler

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Foto: Guido Krisam

Foto: Guido Krisam Studie bei der Pferdefütterung

Bei Pferden gibt es einen Zusammenhang zwischen Gewicht und Dominanz. Diese Schlussfolgerung zogen Wissenschaftler der Universität Bristol, nachdem sie im Rahmen einer Studie 203 domestizierte Pferde in Freilandhaltung beobachtet hatten.

Für diese Studie erhielten alle Pferde einer Herde zeitgleich individuelle Futterportionen. Daraufhin wurden mit Hilfe von Videoaufzeichnungen die „Verschiebungen“ erfasst, die sich zwischen den einzelnen Herdenmitgliedern während der Fütterung ergaben: Der hierarchische Rang wurde anhand der Entfernungen zwischen den Tieren und dem Futter gemessen, ebenso anhand der Häufigkeit, mit der ein Tier ein anderes von der Futterstation vertrieben hatte oder selbst vertrieben wurde. Den Ernährungszustand der Pferde ermittelten die Briten mit Hilfe des Body Condition Scores (BCS). Gleichzeitig erhoben sie von jedem Versuchspferd Daten über sein Alter und seine Größe.

Die Ergebnisse: Es wurde eine starke Beziehung zwischen der Dominanz und dem BCS festgestellt. Der Dominanz-Grad war bei übergewichtigen Pferden bis zu elfmal höher im Vergleich zu ihren schlanken Artgenossen. Auch das Alter der Tiere war ein Faktor: Pferde mittleren Alters waren eher dominant als jüngere und ältere Tiere, während die Größe keinen Einfluss auf die Vorherrschaft hatte. Allerdings ist Dominanz bei Pferden sehr kontextspezifisch und muss sich nicht zwingend in allen Lebensbereichen zeigen.

Weitere Befunde dieser Studie legen nahe, dass die Koexistenz in Gruppen mit Pferden unterschiedlichen Alters und verschiedener Rassen friedlicher ist als in homogenen Herden.

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