Strongyliden: Fiese Viecher

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Wurmkur ist nicht gleich Wurmkur. Je nachdem, welcher Inhaltsstoff enthalten ist, werden dabei unterschiedliche Würmer getötet. Einen einzelnen Wirkstoff, der gegen alle hilft, gibt es bislang nicht. Und gegen Strongyliden? „Die kleinen Strongyliden sind extrem schwer zu bekämpfen. Nur ein Wirkstoff, das Moxidectin, erwischt auch eingekapselte kleine Strongyliden“, erklärt Zeitelhack. „Derzeit ist Equest Pramox von Zoetis das einzige Präparat auf dem Markt, das gegen alle Wurmarten hilft.

Es bietet eine Kombination aus den Wirkstoffen Moxidectin und Praziquantel (gegen Bandwümer).“ Das klassische Ivermectin hilft laut Zeitelhack zwar gegen große Strongyliden, aber nicht gegen die kleinen. Der Tierarzt warnt eindringlich vor homöopathischen Entwurmungsmethoden: „Es gibt Leute, die mit Karotten oder Walnussblättern entwurmen wollen, um das Pferd zu schonen. Das ist Unsinn und schadet, da die Würmer sich ausbreiten, wenn nicht richtig entwurmt wird.“

Entwurmen – wann?

Am besten sprechen Sie mit dem Tierarzt ab, wann die Pferde welches Mittel bekommen sollen. Der Entwicklungszyklus der Parasiten ist auch von der Jahreszeit abhängig. „Generell ist eine Entwurmung drei Tage vor dem ersten Weidegang im Frühjahr sinnvoll. Im Sommer gibt man in der Regel Moxidectin gegen die abgekapselten kleinen Strongyliden, im Herbst eine Wurmkur gegen Bandwürmer, also Praziquantel, da Bandwürmer im Herbst besonders aktiv sind“, empfiehlt Zeitelhack. „Bandwürmer scheiden selten Eier aus, in den Kotproben finden Sie daher kaum Wurmeier. Anders als bei Hunden oder Menschen verursacht ein Bandwurm beim Pferd zunächst kein schlechtes Allgemeinbefinden. Sie sehen dem Pferd den Bandwurm nicht an. Da zu viele Bandwürmer schaden, sollten Betriebsleiter einmal im Jahr im Herbst gegen Bandwürmer entwurmen – auch wenn die Kotproben negativ sind und die Pferde gesund aussehen.“

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