Schade und Partner: Fachtagung für Pferdehaltung 2017

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In Verden an der Aller trafen sich am 4. November 2017 160 Teilnehmer und Experten zur Fachtagung „Gesunde Haltung – Gesund Pferde“. Hier wurden die Sieger und Prämierten des Wettbewerbs „Qualitätsbetrieben gehört die Zukunft“ vorgestellt und Fachthemen diskutiert.

Die Fachtagung „Gesunde Haltung – Gesund Pferde“ findet alljährlich im Herbst in Verden an der Aller in der Niedersachsenhalle statt. Veranstalter ist die Fachberatung für Pferdebetriebe Schade & Partner und der Hannoveraner Verband. Im Rahmen der Veranstaltung fand auch die Prämierung der Betriebe des 12. Bundesweiten Wettbewerbs „Qualitätsbetrieben gehört die Zukunft“ statt. Mit diesem Programmpunkt eröffnete die Veranstaltung und sechs Betriebe konnten sich und ihre Konzepte vorstellen.

Im Anschluss der Vorstellungsrunde wurden die Betriebe ausgezeichnet. Wer gewinnt, entscheidet eine Jury. Diese besteht aus den Tierärztin Petra Mehn, Lüdinghausen, und Dr. med. vet. Marc Lämmer, Wiesbaden. Die Experten haben die Betriebe im September und Oktober bereist. Dort bewerteten sie Bereiche Haltung, Ernährung und Gesundheitsvorsorge. Das Gestüt Brune aus Westerstede konnte gleich in zwei Kategorien überzeugen: zum einen als Pensionsbetrieb und zum anderen in der Kategorie Zucht/Aufzucht. In der Kategorie Pension/Ausbildung wurden zudem folgende Betriebe prämiert: der Bonartshäuser Hof, Hof Brüning, Schwabhof und Wittles Reitanlage. In der Kategorie Zucht/Aufzucht wurde außerdem noch der Hof Kleemeyer prämiert. Die Betriebe konnten sich über Preise im Wert von rund 4.000 Euro freuen.

Fachvorträge

Anschließend begann Professor Dr. Christoph Lischer von der FU Berlin, der auch Mitglied der ständigen Röntgenkommission ist, die Vortragsreihe. Sein Thema war der Röntgenleitfaden, für den es seit Januar 2018 neue Regelungen gibt. Welche das sein werden zeigte Lischer in seinem Vortrag. Beispielsweise wurden neben den Röntgenklassen selbst verschiedene Messungen gestrichen, da diese als fehleranfällig eingestuft wurden. Lischer nannte unter anderem die Messung der Zehenachse als Beispiel, die, je nachdem, wie das Pferd das Bein belastet, unterschiedlich ausfallen kann.

Außerdem brachte Dr. Karsten Zech von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen viele Praxisbeispiele mit nach Verden. Er zeigte Gefahrenstellen in Pferdebetrieben auf und beleuchtete die Veränderungen der letzten 15 Jahre. Professor Dr. Petra Wolf von der Uni Rostock bearbeitete in ihrem Beitrag die Bedeutung der Raufutterversorgung von Pferden. Professor Dr. Peter Kunzmann von der TIHO Hannover betrachtete die Pferdehaltung aus einem philosophischen Ansatz. Abschließend sprach Dr. Margit Zeitler-Feicht von der TU München. Sie erläuterte das neue Weihenstephaner Bewertungssystem für Pferdebetriebe. Das Projekt befindet sich aktuell noch in der Entwicklung. Das Bundesministerium fördert das Konzept. Abschließend gab es noch eine große Podiumsdiskussion, zu der Dr. Andreas Franzky vom Laves und Dr. Hans-Peter Karp von Derby stießen.

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