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Reitplätze pflegen und sanieren

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Lena Freistühler, stresan Kirchhellener Sand

Foto: Stresan

„Bei Sanierungen im Außenbereich ist die Entwässerungsvariante entscheidend. Bei Reitplätzen mit wasserdurchlässigem Aufbau ist eine Reitbodenaufbereitung durch Beimischung von unterschiedlichen Zuschlagstoffen oder Sanden meist recht unkompliziert. Bei Reitplätzen, die mit einem leichten Gefälle (1 – 2%) über die Oberfläche entwässern, kann man nur mit einem oberflächlich entwässernden Sand arbeiten. Zuschlagstoffe und wasserdurchlässige Sande sollten nicht eingearbeitet werden, da der Sand sich dann nicht mehr verdichten könnte und ein Ablaufen des überschüssigen Wassers über die Oberfläche verhindern würde. Wichtig ist, sich die Gegebenheiten vor Ort genau anzuschauen, zu analysieren und nach gewissenhafter Prüfung zu entscheiden.

„Ist der Reitsand bei Trockenheit besonders staubig und bei Zugabe von Wasser rutschig und matschig, sind dies Zeichen dafür, dass der Reitboden ausgetauscht werden sollte. Im Außenbereich halten Reitböden in der Regel länger, da die humiden Anteile wie Pferdeäpfel durch Regen teils „rausgespült“ werden. Bei Unsicherheit zum Zustand des Reitbodens würden wir immer empfehlen, eine professionelle Beratung einzuholen und den vorhandenen Sand analysieren zu lassen.

Zur täglichen Pflegeroutine empfehlen wir, den Boden regelmäßig abzuäppeln und andere Verunreinigungen von der Tretschicht zu entfernen. Danach sollte man den angehäuften Sand vom Hufschlag wieder in die Bahn harken, am Hufschlag entstehen die meisten Sand-Verschiebungen.  Anschließend sollte der Reitboden mit dem Bahnplaner abgezogen werden. Wichtig ist hier, das richtige Gerät für den vorhandenen Boden zu verwenden.

Im Optimalfall sollte beim Schleppen zuerst rückwärts in die Ecken gefahren werden, um den angehäuften Sand wieder zu verteilen. Danach sollte eine Runde am Hufschlag außen gefahren werden. Sobald alle Ecken angefahren wurden, wird der Boden spurversetzt in Kreisen geschleppt, dafür beginnt man an einem Zirkel und fährt spurversetzt bis zum anderen Ende der Reitfläche.

Bei der regelmäßigen Bewässerung des Reitbodens kommt es vor allem auf die Nutzungsintensität und die Witterungsverhältnisse an. Vor der Bewässerung sollte der Boden geschleppt sein, um eine gleichmäßige Durchfeuchtung zu garantieren. Wenn man sich unsicher ist, ob der Sandboden bewässert werden sollte, kann man ganz einfach aus der Tretschicht eine Kugel formen. Diese darf nicht bröckeln (zu trocken) und natürlich auch nicht zerfließen (zu nass). Entscheidend für den Zustand eines Reitbodens ist auch, dass er regelmäßig (ca. alle 1-2 Jahre) mit einem Laser Grader neu ausgerichtet und ggf. mit neuem Material aufgefüllt wird.“

www.stresan.de

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