Entwurmung bei Pferden: Checkliste für das Jahr

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Betriebsleiter und Halter erwachsener Pferde sollten sich folgende Termine für die Entwurmung ihrer Tiere vormerken. Zuchtstuten, Fohlen und Jungpferde erfordern ein anderes Entwurmungsmanagement.

Februar bis März: Letzte Entwurmung checken.

Fand die letzte Entwurmung im Spätherbst (Ende Oktober bis Anfang Dezember) st01att. Sollte man sich vergewissern, ob Rundwürmer, Bandwürmer und Magendasseln bekämpft wurden. In den vielen Fällen braucht man dann bis zur Beginn der Weidesaison keine weiteren Schritte einleiten.

Zeigt das Pferd jedoch Anzeichen, die auf Parasitenbefall hindeuten, sollte man trotzdem den Tierarzt benachrichtigen. Solche Symptome sind: Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Durchfall, Fieber oder Koliken. Generell gilt, dass Halter und Betriebsleiter mit einer Kotuntersuchung auf der sicheren Seite sind. So kann man einen Befall ausschließen. Wenn nur wenig oder gar keine Eier im Kot vorhanden sind, war das Entwurmungsmanagement erfolgreich. Ansonsten gilt: zusammen mit dem Tierarzt ein geeignetes Präparat wählen.

Mai: Start der Weidesaison – absammeln bitte!

Nun dürfen viele Pferde wieder auf die Koppeln und Weiden. Durch steigende Tagestemperaturen, Regen und Tau entwickeln sich die Parasiten im Kot schneller. So wächst die Wurmbürde im frischen Gras und damit die Gefahr, dass Pferde sich immer schneller infizieren können. Solange die Gesamtzahl der Würmer im Pferd nicht überhandnimmt, ist das gesundheitlich nicht bedenklich. Wenn die Besatzdichte aber wächst, erreicht die Anzahl schnell kritische Werte. Tägliches Absammeln von Koppel, Auslauf und Paddock hilft, den Infektionsdruck zu reduzieren.

Abäppeln reduziert den Infektionsdruck – Foto: Andrea_Geiss/stock.adobe.com

Juni: Die Zahl der Parasiten wächst.

Ende Juni sind die meisten Pferde seit sechs oder acht Wochen auf der Weide. Damit hatten sie unzählige Gelegenheiten, Wurmeier aufzunehmen. Damit die Belastung nicht zu hoch wird, sollten die Halter jetzt entwurmen.

August: Kotuntersuchung ist sinnvoll.

Wenn das Gras auf der Weide knapper wird und die sich näher an Geilstellen heranfressen kommen sie leichter in Kontakt mit Parasiteneiern, die sich im Kot verbergen. Deshalb ist jetzt eine Kotuntersuchung sinnvoll, die ermittelt, ob ein kritischer Wert überschritten wurde.

Oktober – November: Ende der Weidesaison

Nun ist für viele Pferde nicht nur mit den Weidegängen Schluss, auch die besonders infektionsreiche Zeit ist nun für dieses Jahr vorbei. Selbst Pferde, die auch im Winter regelmäßigen Weidegang haben, sind nur gering gefährdet. Denn bei niederen Temperaturen sind weniger ansteckende Wurmlarven auf der Koppel zu finden.

Jetzt sollten alle Pferde, unabhängig von den Ergebnissen der Kotuntersuchungen gegen Rundwürmer, Bandwürmer und Magendasseln behandelt werden.

Quelle: www.bft-online.de

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