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Die Trockenheit in Deutschland: Folgen für das Grünland

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Bereits das Jahr 2018 ist als Dürrejahr für die Pferdehaltung in Erinnerung geblieben: Mit einem Niederschlagsdefizit von rund 200 mm im Durchschnitt litten das Grünland und die Futtermittelherstellung. Überdurchschnittlich viel Niederschlag im Januar 2019 und März 2019 sorgte für leichte Entspannung. Die Wasserspeicher der Felder und wiesen sowie die Flussspiegel konnten sich dadurch jedoch nicht wesentlich auffüllen. Deshalb entstanden bereits im Frühjahr in vielen Regionen Deutschlands Trockenheit. Verschärft wurde diese Situation durch trocken-heiße Temperaturen Ende Juni und Juli.

Heu in Trockenheit

Diese Trockenheit hat enorme Auswirkungen auf das Grünland und die Heuwerbung: Bereits die Heuernte 2018 Jahr war in einigen Regionen sehr schlecht. In einen Regionen kam es dadurch sogar zu Heu-Diebstahl. Eine weitere Folge: Das verfügbare Heu hatte teilweise nicht eine ausreichende Qualität, die für die Pferdefütterung nötig ist.

Dieses Jahr verzeichnen Landwirte teilweise hohe Erträge beim ersten Schnitt. Beim zweiten Schnitt ist in von der Trockenheit betroffenen Gebieten mit Einbußen von circa 30 Prozent zu rechnen. Hinzu kommen Einbußen durch Vergilbung, weil die geschnittenen Gräser sehr hohen Temperaturen und Globalstrahlung ausgesetzt sind.

Weitere Auswirkungen

Nicht nur die Futtermittelherstellung, auch die Weiden leiden unter der Dürre. Vielerorts ist die Grasnarbe durch Lücken gezeichnet. Während der Hitzeperiode im Juni 2019 stieg die Gefahr besonders in Wäldern in Nord- und Ostdeutschland auf die höchste Indexstufe 5. In Sachsen, Brandenburg sowie Mecklenburg-Vorpommern entstanden Waldbrände. Auch im Juli 2019 stieg das Index in einigen Regionen auf die höchste Stufe.

Je länger die Trockenheit anhält, desto stärker sind die Auswirkungen auch in anderen Bereichen spürbar. Ein Beispiel ist die Schiffbarkeit der Flüsse, die eingeschränkt werden kann, was ein gestörte Logistik zur Folge hätte.

Quelle: Deutscher Wetterdienst.

Grünland-Tipps bei Trockenheit

Pferdeweiden sind generell viel Stress ausgesetzt. Das kommt durch die Belastung der Hufe und der vielen Bewegung, die das Lauftier Pferd vornimmt. Schnelles Stoppen und Wenden sind ebenfalls Probleme für die Grasnarbe. Hinzu kommen starker Verbiss und dass Pferde einige Gräser und Kräuter lieber verschmähen. Trockenheit verschlimmert den Grünland-Zustand zusätzlich. Eine Folge kann zum Beispiel stärkerer Mäusebefall sein.

Tipp 1: Verbiss vermeiden

Pferde sind bekannt für ihren starken und selektiven Verbiss auf der Weide. Dieser führt zu Löcher ind er Grasnarbe, in denen sich Unkraut ansiedeln kann. Außerdem schwächt starker Verbiss den Nährstoffspeicher und damit die Regenerationsfährigkeit der Gräser.

Tipp 2: Aktives Bodenleben fördern

Mikroorganismen im Boden und ein hoher Anteil an Humus helfen den Gräsern, starke Wurzeln auszuprägen. Diese brauchen sie, um Wasser speichern zu können. Besonders in Zeiten, in denen kein oder wenig Regen fällt, ist ein ausgeprägtes Wurzelwerk wichtig. Systeme wie der Hippodung-Kombimulcher oder der Multi-Mulcher von Peerconcept sind darauf ausgerichtet, das Bodenleben zu fördern.

Tipp 3: Nährstoffe liefern

Um den Wettstreit im Wachsen gegen giftige Pflanzen oder unerwünschte Kräuter zu gewinnen, brauchen Gräser die richtigen Nährstoffe. Das sind Phosophor (P), Kalium (K) und Magnesium (Mg). Ob deine Wiese eine dieser Stoffe braucht und in welcher Menge zeigt eine Bodenanalyse. Außerdem liefern Mulchgut und kompostierter Pferdemist wertvolle Nährstoffe.

 

 

 

 

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